Von Terror und Einmischung

Der Chef einer Terrorbande spricht zu seinen Anhängern.

„Israel und einige arabische Staaten versuchten, ein Abkommen zu verhindern, sagte Nasrallah. Es sei »bedauerlich, daß einige arabische Staaten sich auf die Seite Israels« stellten. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu agiere wie »der Sprecher« dieser Staaten, die Nasrallah namentlich nicht benannte. Sollte eine Vereinbarung scheitern, drohe der Region Krieg.“

Krieg ist bekanntlich nur, wenn Israel oder die USA schießen. Dass des Terrorchefs Terrorbande, „Partei Gottes“ (Hezbullah) genannt, an gleich zwei Fronten aktive Kriegspartei ist – sowohl im permanenten Terror- und Zermürbungskrieg gegen Israel, wie auf Seiten Assads gegen die syrische Opposition – fällt nicht weiter ins Gewicht.

„Diejenigen, die eine politische Lösung im Atomstreit mit dem Iran verweigerten, seien auch »diejenigen, die das Blutvergießen und die Zerstörung in Syrien durch die Lieferungen von Waffen und Kämpfern anheizten.“

Das ist soweit richtig: Nämlich (mehr…)

Die junge Welt entdeckt die „Tortur“ im Iran

Das ist schon interessant. Normalerweise stellt sich die junge Welt stets auf die Seite von Atomkraftgegnern. Sobald allerdings Mord- und Folterregime wie Iran danach streben, ist es plötzlich eine unterstützenswerte Sache. Und so stellt die jW eine Website vor, die „Korrekt, sachlich und professionell gemacht“ sei. Woher Autor Knut Mellenthin wissen will, dass die dortigen Infos wahrheitsgemäß sind, bleibt sein Geheimnis.

„Nichts daran ist für iranische Verhältnisse selbstverständlich. Für vermutlich jeden Ausländer, der die Positionen des Irans in diesem Streit zumindest für nicht ganz falsch hält, ist die Lektüre englischsprachiger iranischer Medien eine Tortur.“

Es zeugt schon von Chuzpe, eine blutrünstige Diktatur tagtäglich in den Himmel zu loben, unzählige Todes- und Folterstrafen gewissenhaft zu ignorieren und die Verantwortlichen „revolutionär“ zu nennen, und gleichzeitig nur für das Lesen englischsprachiger iranischer Websites das Wort „Tortur“ zu bemühen. Ein bisschen wagt sich (mehr…)

Zeit für einen Schuß

Natürlich kann sich die jW gerade am Gedenktag der „Reichspogromnacht“ ihre antijüdische Hetze nicht verkneifen. Fixpunkt ist der morgen in Berlin stattfindende Israelkongress, gegen den die üblichen Verdächtigen, etwa Annette Groth, Frauendeck-Beauftragte der Linken, mitsamt der „Jüdischen Stimme“ protestieren.

Weil die Zeitschrift Potemkin kritisch darüber berichtet, schäumt die jW:

„Nach dem Rückzug der Party-Zionisten vom BAK Shalom aus dem Parteileben wacht die vorgebliche Panzerkreuzer-Besatzung (mehr…)

Der Terrorist, das Plotonium und der Tod

Eine Vergiftung des Terror-Chefs Yassir Arafat mit radioaktivem Polonium sein „nicht sicher“, gleichwohl „moderat wahrscheinlich.“ So beschreiben Wissenschaftler des Westschweizer Instituts für Gerichtsmedizin das Ergebnis ihrer Untersuchung zum Tod des ehemaligen PLO-Führers zusammen. Und was macht die junge Welt daraus?

Genau diese Schlagzeile:

„Arafat mit Polonium vergiftet“

Ja, so klingt das wenn man, wie die jW, stets ungefiltert die offiziellen Verlautbarungen totalitärer Regime zu Auslandsartikeln umschreibt. Ist ja auch viel leichter als selbst zu recherchieren.

“»Die Untersuchungsergebnisse haben bewiesen, daß Arafat mit Polonium vergiftet wurde – und diese Substanz wird von Staaten besessen, nicht von Einzelpersonen«, sagte Wasel Abu Jussef am Donnerstag in Ramallah im Westjordanland. »Das Verbrechen wurde also von einem Staat begangen«, fügte das Mitglied des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation hinzu. (mehr…)

Geschichte und Gegenwart

Vom Opfer

„Nun schlägt die Stunde der Agitatoren: In Ansprachen verbreiten sie die Lüge, daß an der Münz-, Ecke Grenadierstraße ein Jude von Erwerbslosen wertbeständiges Geld unter dem amtlichen Kurs gegen Papiergeld eingetauscht hätte. Ein inszenierter Skandal in Zeiten der Inflation. Es werden Rufe laut: »Schlagt die Juden tot!«, »Zieht die Juden aus!«, »Juden nieder!«. (…) Besonderes Aufsehen erregt die Erschießung einer der antisemitischen Gewalttäter (mehr…)